Patrick BraunPatrick Gregor Braun, geboren 1983 in Neubrandenburg, darf auf eine vielseitige musikalische Ausbildung zurückblicken und wirkt in den Bereichen:

Klavier/Gesang/Blechbläser

Von 1989 bis 2011 nahm Patrick Gregor Braun Klavierunterricht, seine Lehrer waren u.a. Angelika Thiel, Prof. Sorin Enachescu und Prof. Patrick Walliser. Nach vierjährigem Unterricht bei Thomas Just erhielt er 2011 sein Diplom an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" mit der Bestnote. Als Begleiter für Gesang und Instrumentalspiel erhielt er von 2002 bis 2004 bei insgesamt dreizehn Wertungsvorspielen im Wettbewerb „Jugend musiziert“ zehn 1., einen 2. und zwei 3. Preise auf Regional-, Landes- und Bundesebene. Sein Klavierspiel bewährte sich auch in Klavierkonzerten von Beethoven und Grieg, aus denen er mehrere Sätze gemeinsam mit dem Jugendsinfonieorchester Potsdam unter der Leitung von Jürgen Runge aufführte. 2009 trat er auch mit dem Jungen Orchester als Solist von Haydns D-Dur-Klavierkonzert auf. Ebenso wirkte er als Cembalist und Organist in Kammerorchestern und bei zahlreichen chorsinfonischen Aufführungen.
Gegenwärtig gehörte seine Aufmerksamkeit ausschließlich der Kammermusik, u.a. gemeinsam mit Christoph Trusch, René Althans und Karoline Wulfert in einem Klavierquartett.

Seine Gesangsausbildung begann er 1993 im Dresdner Kreuzchor (Leitung Gothart Stier) und setzte diese 1994 bis 1997 im Thomanerchor in Leipzig (Leitung Georg Christoph Biller) fort. Später sang er im „Nikolaichor Potsdam“ und war Tenor des Gesangsensembles „clasSIX“, dem er von 2004 bis 2007 angehörte.

2003-2005 nahm er Trompetenunterricht bei Bernhard Bosecker. Bereits drei Monate nach Aufnahme des Unterrichts wurde er Mitglied des Jugendsinfonieorchesters Potsdam, dem er bis 2008 angehörte. In diesem Jahr wechselte er zur Posaune und ist zurzeit Soloposaunist im Jungen Orchester der FU und im Akademischen Orchester Berlin sowie Mitglied im Jungen Ensemble Berlin. Nebenher spielt er im Posaunenensemble „Fünf Minus Eins“ gemeinsam mit Anne Lena Mattigk, Manuel Mogwitz, Stefan Frommberg und Christian Gatzki.

Komposition/Musiktheorie

Bereits als junger Thomaner versuchte er sich an eigenen Kompositionen; 1996 erfolgte z. B. die Uraufführung eines Chorsatzes durch den Thomanerchor. Im musiktheoretischen Unterricht bei Prof. Dr. Wolfgang Thiel 1998-2004 und Martin Grabow 2005-2006, im Kompositionsunterricht bei Prof. Gerhard Rosenfeld 2001-2002 und im Musikunterricht bei Dietrich Schönherr 2001-2003 konnte er wichtige theoretische Grundlagen erlernen.

Von 2007 bis 2011 studierte Braun Tonsatz an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Jürgen Ganzer und Prof. Jörg Mainka. Seine Ausbildung beinhaltete neben der musikalischen ebenso umfangreiche pädagogische Aspekte. Sein Diplom konnte er 2011 mit „Sehr gut“ abschließen, für seine theoretischen Arbeit zum Diplom (Thema: Franz Berwalds 3. Symphonie) erhielt er die Bestnote. Seit März 2011 unterrichtet er im Lehrauftrag an der „Musik- und Kunstschule Westend“ Klavier und Musiktheorie, sowie seit Oktober 2011 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Tonsatz und Gehörbildung.

Seit Oktober 2011 studiert er im Masterstudiengang Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

Etwa 30 seiner früheren Stücke für verschiedenste Besetzungen konnte er bisher aufführen. Für das JOP entstanden 2007 seine Konzertouvertüre „Re-form“ (Opus I) und für die Saison 2009 die musikalische Umsetzung des Märchens „Der Froschkönig“ (Opus III), deren Aufführung beim „Deutschen Orchesterwettbewerb“ den 3. Preis erhielt. 2011 war er ein Arrangeur im Opernprojekt "warten auf mozart".

Seit 1999 zeichnet er sich für die Musik in Independent-Filmproduktionen (hier ist er häufig auch Regisseur und Schauspieler) verantwortlich, u.a. in „STAG-FM“ (1999/2000 – dreifach ausgezeichnet im „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“) und „Nach 60 Jahren Untergang“ (2004-2006). Seit 2007 entstehen auch umfangreichere Filmmusiken, z.B. für „Hitlers Erben“ (2008) sowie stilistisch breit gefächerte Songs.

Dirigieren

Nach anfänglichem Unterricht bei Ronald Reuter bekam Braun die Möglichkeit, erstmals auf ein Dirigentenpult zu treten. Sein Debüt gab er 2005 mit einem eigenen Werk, dem „Furioso E-Moll“ in Blankensee. Später folgten die Ouvertüre zu Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ und der 1. Satz aus Mozarts „Jupiter-Symphonie“, u.a. im Nikolaisaal Potsdam, in der Potsdamer Friedenskirche und auf der Landesgartenschau Brandenburg.

Sein gewachsenes Musikverständnis war auch eine gute Voraussetzung für ein 2005 begonnenes Dirigierstudium an der „Universität der Künste“ Berlin, wo er Dirigierunterricht bei Prof. Lutz Köhler erhielt. Er verließ die UdK nach drei Semestern aus persönlichen Gründen und erhielt anschließend an der HfM "Hanns Eisler" Unterricht bei Fred Buttkewitz und Prof. Manfred Fabricius.

Seit Gründung führte er mit dem Jungen Orchester Potsdam u.a. Werke wie Prokofievs „Peter und der Wolf“ (gemeinsam mit dem Schauspieler Hans-Jochen Röhrig), Pflügers „Das hässliche Entlein“, Schuberts Sinfonie Nr. 8 „Die Große“, Milhauds „Le boeuf sur le toit“, Mozarts Klarinettenkonzert und Bachs Doppelkonzert auf.